Wie man die Öle im Diffuser verwendet

Bei uns steht inzwischen in fast jedem Zimmer ein Diffuser – ein Gerät, das mit Hilfe von Ultraschall das Gemisch aus Wasser und Öl zu einem feinen Dunst vernebelt. Gerade läuft die Mischung „Centered“ (1 Balance, 1 Juniper Berry, 2 Peppermint, 1 Vetiver). Grund ist, dass morgen die Verwandtschaft und Freunde – mindesten 15 Leute – kommen, die alle mir großem Appetit gesegnet sind und wir noch nicht wissen, was wir für den Brunch vorbereiten sollen! Da muss man zentriert sein.

Vom Diffuser ins limbische System

Die Anwendung der Öle über die Nase wird oft unterschätzt. Wir sind seit unserer Kinderzeit darauf gepolt, Pillen zu schlucken . Je mehr desto mehr hilft’s. Das ist bei den Ölen anders. Weniger ist oft mehr. Auch über die Nase gelangt das Öl über die Lungen in den Blutkreislauf und damit in den ganzen Körper. Der zweite Weg, den die Öle nehmen, ist der über 30 Millionen Riechzellen in der Nase ins limbische System im Gehirn. An jeder dieser Riechzellen hängen 20 bis 30 kleine Fäden mit Rezeptoren, an denen die Ölmoleküle andocken. Der Rezeptor erzeugt Botenstoffe, die uns verraten, ob uns ein Hauch von Jasmin oder Wilder Orange umweht.

Was nun hineintun in den Diffuser? Wild Orange geht immer, finde ich. Wenn die nervige Schwiegermutter mit Besuch droht, sollte man eine ausreichende Menge Citrus Bliss im Hause haben. Zum Schlafen empfiehlt sich Serenity, Lavendel, Zedernholz, Peace oder eine Mischung aus den Vieren. Als Prophylaxe für die kalte Jahreszeit ist On Guard im Diffuser eine gute Wahl. Viele Ärzte schwören inzwischen darauf für ihr Wartezimmer. Auch den Patienten gefällt’s. Manchmal so gut, dass sie Diffuser samt Inhalt gleich mitnehmen (doofe Idee!).

Mischungen selbst herstellen

Das Schönste aber sind Mischungen, die man selbst kreiert. Eine gute Hilfe dabei ist das Oil-Properties-Wheel von doTERRA: https://media.doterra.com/us/en/flyers/oil-properties-wheel.pdf Hier sind die Öle nach ihren Bestandteilen klassifiziert. Je nach dem, was man bezweckt, sucht man sich die passenden Öle zusammen und fängt an zu experimentieren. Zu meinen Lieblingsmischungen gehört „Happy“ (2 Peppermint, 2 Citrus Bliss, 1 Passion), für die Atemwege: 3 Bergamot, 2 Cardamom und 1 On Guard, für das Immunsystem: 1 Oregano, 3 Lemon, 2 On Guard und 1 Zimt. Für die Läufer unter uns ist die Mischung „Run“ gemacht: 2 Deep Blue, 1 Wintergreen, 2 Eucalyptus und 1 Siberian Fir.

Was passt zusammen?

Ob bestimmte Öle zusammenpassen und harmonieren, kann man ganz einfach ausprobieren: drei oder vier geöffnete Flaschen zusammen in eine Hand nehmen und unter der Nase hin und her bewegen. Dann merkt man auch gleich, welches Öl dominant ist und welches dezenter. Blue Tansy zum Beispiel ist extrem dominant. Ein Tropfen reicht, um ein Großraumbüro danach riechen zu lassen. Auch das eigentlich zarte Spearmint sollte man sparsam verwenden. In Mischungen ist es immer deutlich riechbar.

Diffuser sind übrigens keine Keimschleudern wie manche Leute behaupten. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass die allermeisten Öle reinigende Eigenschaften haben, bleibt der Diffuser auf natürliche Art und Weise sauber. Wenn das benutzte Wasser sehr kalkhaltig ist, sollte man ab und an das Gerät vorsichtig mit Essigwasser reinigen.

Matthias, 28.12.2018

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen